Wunderbare Tage erleben, wie in Lissabon

1. Die Situation einer Person im Alltag beschreiben

 

Sommer 2012, mein Partner und ich sitzen früh morgens mitten in Lissabon in einem Café. Ein normaler Arbeitstag, viele Menschen sind unterwegs, keine Hektik weit und breit. Es herrscht ein gemütliches Treiben, die Strassenbahn fährt nah an uns vorbei, die Einwohner Lissabons scheinen sich das so gewohnt zu sein. Niemand hier wirkt besonders gestresst. Es wird geredet, gelacht, gestikuliert. Vielleicht täusche ich mich, aber Eile und Hast ist für mich hier nicht spürbar.

 

 

 

Da ich zu dieser Zeit sehr viel arbeitete und die Freizeit auch verplant war, zeigte sich Lissabon für mich als der Inbegriff eines gelassenen Lebensstils.

 

Als würde diese Stadt im „dritten Gang“ fahren, und nicht wie bei uns im höchsten Gang und erst noch Vollgas. Genau das wollte ich: Weg von der Überholspur der Autobahn, hin zu einer langsameren Autofahrt auf dem Lande… 

 

So wollte ich auch leben. Nicht nur hier in den Ferien, sondern auch zuhause. Der Entschluss war gefasst, mein Alltag sollte sich dahingehend ändern. Wie dies genau geschehen soll, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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Sommer 2016, diesmal wollen mein Partner und ich in den Norden Portugals, doch Lissabon wollen wir unbedingt wieder besichtigen.

 

Das gleiche Gefühl von damals kam wieder in mir hoch: Hier ist alles ruhiger, gelassener. Vier Jahre ist es her seit meinem letzten Aufenthalt hier. Und was habe ich umgesetzt, was ich mir so sehr vorgenommen habe?

 

Gar nichts.


Damals, kaum zuhause angekommen, ging es mit dem gleichen Tempo wie vor den Ferien weiter. Das ärgerte mich, doch ich bekam die Wende nicht hin, so sehr ich mich auch bemühte.

 

 

Mein Lebensgefühl in Lissabon, und auch das meines Partners

 

Dieses Mal wusste ich, jetzt ist es soweit, ab nun wird definitiv etwas verändert!

 

Mein innerer Dialog begann:

  • Das „innere, positiv geprägte Kind“ möchte ein gelassenes, fröhliches Leben.
  • Der Erwachsene in mir findet, da muss gar nichts geändert werden, es läuft doch alles recht gut.
  • Der innere Kritiker war ganz hart zu mir: „Du hast keinen Grund zu klagen, schau dir die Mütter mit Doppel- oder Dreifachbelastung an, die haben Grund zur Klage, aber sicher nicht du“. Im Gegenteil, er spornte mich zu noch mehr Leistung an.
  • Das „innere, negativ geprägte Kind“ machte sich grosse Sorgen wegen den geplanten Veränderungen: „Was ist, wenn das Geld nicht reicht? Was denken die Leute? Was passiert, wenn das Vorhaben schief geht?“.

Sie sehen also, es geht schlussendlich allen Menschen ähnlich, wenn es um Veränderungen geht.

Der innere Kampf geht dann erst richtig los.


Da ich Menschen mit Traumafolgestörungen betreue und begleite, kenne ich diese inneren Stimmen nur zu gut. Nun war es an der Zeit, mich mit meinen eigenen inneren Persönlichkeitsteilen auseinanderzusetzen. Mal schauen, was die alles zu sagen haben.

 

Dazu nutzte ich eine Methode, dich ich in der Ausbildung zur Trauma- Fachberaterin gelernt habe: 

 

Den Konferenztisch

 

Alle inneren Teile von mir setzen sich an den imaginären Konferenztisch.

 

 

 

Dann geht es los, jeder darf sich zu Wort melden und seine Meinung äussern.
Der Kritiker musste lernen, sich zurückzuhalten damit „die Anderen“ auch zu Wort kommen und sich nicht eingeschüchtert fühlen.
Die Erwachsene erkannte, dass sie eigentlich die Verantwortung trägt und nicht so tun kann, als sei alles in Ordnung.
Die Kind-Teile stellten sich als wenig mutig dar, als wäre die Welt „da draussen“ schlecht. Aber, Gott sei Dank, gibt es auch die lebendigen, spontanen Stimmen, die Neues ausprobieren wollen.

 

Fazit:

Klar müssen alle Stimmen (Teile) ernst genommen werden, mit ihren Ängsten, Sorgen, Bedenken, aber auch mit ihren Träumen, Wünschen und Anliegen. Schlussendlich gehört den Mutigen die Welt. Und was habe ich schon zu verlieren?

 

 

2. Wie Lösungsmöglichkeiten aussehen können

Im Frühjahr 2017 las ich einen Bericht über eine Frau, welche mit ihrem Bus in Europa unterwegs ist und ortsunabhängig arbeitet. Da wusste ich: Etwas Ähnliches will ich auch. Für mich war nun klar, welche Richtung mein Leben nehmen wird.

 

Ab jetzt gibt es kein Zurück, die gewünschte Richtung wird jetzt eingeschlagen

 

Mein Partner unterstützte die Idee und wir gingen in die Umsetzung. Der bestellte Camperbus wurde Anfang April 2018 geliefert. Wir kündigten unser Mietverhältnis und zogen in eine 60m2 – Loft-Wohnung*, welche zuvor 8 Jahre lang mein Büro war.

 

* Eine Loft-Wohnung besteht aus einem einzigen Raum. Nur das Bad hat eine Türe.

 

Zuerst fuhren wir an den Wochenenden und in den Ferien weg. Doch nach und nach erweiterte ich die Zeitspanne, und nun fahre ich von Mittwoch bis Freitag alleine fort, sei es auf Bauernhöfe zum Mithelfen, auf Stellplätze oder auch mal auf einen Campingplatz in der Nebensaison. An den Wochenenden sind mein Partner und ich gemeinsam „on Tour“.

 

Wer mehr zu meinem/unseren neuen Leben erfahren will, der findet den Link dazu am Schluss vom Blog.

 

Gaben mir die Erkenntnisse in Lissabon oder der Bericht im Magazin den Anstoss zur Veränderung?

Dies weiss ich nicht so genau und spielt schlussendlich keine Rolle.

Hauptsache man geht in den «inneren Dialog» und lauscht den inneren Stimmen. Zuhören, was sie zu sagen haben, ernst nehmen und alle gleichwertig behandeln.

Wenn «innere, negativ geprägte Stimmen» unterdrückt und nicht gehört werden, kann keine effektive Veränderung stattfinden. Die Angst und Not ist dann viel zu gross und das Projekt kann scheitern. Gut auf sich selber hören ist deshalb wichtig. Nicht nur auf die lauten Stimmen, sondern auch auf die leisen, zaghaften, mit ihren Ängsten und Sorgen, aber auch Freuden und Interessen.

 

Heute komme ich diesem Lebensgefühl, wie damals in Lissabon, sehr nahe. Ich bin noch nicht am Ziel, aber auf dem Weg dazu. Und zwar so zu leben, wie ich es mir wünsche.

  

3. Eine Aufgabe für Sie persönlich

 

Möchten auch Sie nun endlich eine lang ersehnte Veränderung angehen?
Prima, dann legen Sie los, warum noch länger warten?

Als Anleitung empfehle ich Ihnen mein Arbeitsblatt «Ziele erreichen».

 

Meine Erfahrungen sind:

 

Es muss ein starkes inneres Anliegen bestehen. Man muss es wirklich wollen. Vor dem zu Bett gehen und beim Aufwachen daran denken und vor dem inneren Auge sehen, als ob es bereits im Leben existiert. Gross denken ist erlaubt, aber das Anliegen muss auch realistisch sein.

 

Lesen Sie darüber, informieren Sie sich, eignen Sie sich Wissen an, welches zum Erlangen Ihrer Anliegen/ Ziele wichtig sind.

Erstellen sie eine Planung, wie die Umsetzung angegangen werden soll und:

 

Beginnen Sie.

 

Beginnen und Durchhalten ist grundlegend. Täglich umsetzen, dranbleiben, nicht stehen bleiben, etwas entstehen lassen.

Es ist wie beim Wandern: Gehen Sie ein paar Schritte, und Sie werden erstaunt sein, wie weit Sie bereits nach kurzer Zeit gekommen sind.

 

Sie möchten mit den inneren Persönlichkeitsteilen in den Dialog treten? Sie können gerne mein Arbeitsblatt «Persönlichkeitsteile erkennen» zur Hilfe nehmen.

 

Wenn sich Ängste zeigen vor Veränderungen, überprüfen Sie diese auf ihre Richtigkeit. Sind die Ängste realistisch? Oder eher ein Vermeidungsverhalten? Wenn Sie es nicht schaffen Ängste alleine aufzulösen, holen Sie sich Unterstützung.

 

Wenn es um Veränderung geht, dann kommt immer irgendwann die sogenannte «gläserne Decke», das Gefühl von «das kann ich nicht, das schaff ich nicht, das geht nicht».
Das ist ganz normal, dieses Gefühl muss durchlebt werden. Da spreche ich aus eigener Erfahrung, aber auch von anderen Menschen, welche Veränderungen in ihrem Leben vorgenommen haben.

 

Um Vermeidensverhalten und Blockaden aufzulösen, eignet sich das Übungspaket ideal.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.

 

Und immer schön dranbleiben J .

 

Sie möchten gerne wissen, was ich in meinem Leben verändert habe?

 

 

Hier ist der versprochene Link: worklifebus.ch