Beschäftigt, aber kaum produktiv

1. Die Situation vieler Personen im Alltag beschreiben

 

Sie wollen endlich Ihr neues Projekt starten, doch Sie zögern es immer wieder hinaus, weil andere Sachen wichtiger sind?
Sie wollen die Wohnung reinigen, aber im letzten Augenblick lenken Sie sich mit Podcasts, Fernsehen oder sonstigen Medien ab?
Der Tag ist vorbei, doch der Geschirrspüler ist immer noch nicht eingeräumt?
Das Jogging fällt schon wieder aus, die Zeit rennt Ihnen davon? Und Ihre Eltern wollten Sie auch schon lange besuchen gehen?

Sie sind zwar immer mit etwas beschäftigt,

kommen aber nicht richtig voran? Fehlt es Ihnen an sichtbaren Ergebnissen?

Vielen Menschen ergeht es so im Alltag. Sie empfinden die Arbeiten als mühsam, nervig, anstrengend und überfordernd. Andere kennen dieses Vermeiden beim Sport oder sonstigen Projeken, die angegangen werden sollen.
Doch sobald die Arbeiten, der Sport oder das Projekt durchgeführt sind, fühlen wir uns positiv bestärkt und erleichtert.  

Was hält uns denn von der Umsetzung unserer Vorhaben ab? Warum machen wir uns das alles so schwer?

Sehr oft hängt das Vermeidungsverhalten mit den eigenen Prägungen und Erfahrungen zusammen. Denn es gibt auch Menschen, die zum Beispiel gerne aufräumen.

 

Hierzu möchte ich Ihnen ein eigenes Beispiel erzählen:

 

«Von klein auf mussten ich und meine Geschwister viel auf dem Bauernhof mithelfen. Jeden Samstag kamen Tanten und Onkel zu Besuch um mitzuhelfen. Um uns Kindern die Mithilfe freudvoller zu gestalten, liessen Sie sich immer etwas einfallen und machten daraus ein Spiel: Alle anstehenden Arbeiten wurden auf Kärtchen geschrieben, und wir alle « durften» ein Kärtchen ziehen. Welche Arbeit fällt mir diesen Samstag wohl zu? Ich fand das spannend, da die Arbeiten sehr unterschiedlich waren. Wenn ich «Glück» hatte, durfte ich allen Tieren frisches Wasser geben. Oder die Tenne* wischen. Auch den Hühnern ausmisten machte mir nichts aus. Weniger gern half ich in der Küche oder im Keller, da ich schon damals viel lieber draussen war. Wir hatten es meistens lustig, es war zwar anstrengend, aber gemeinsam war es erträglicher. Ja, eigentlich sogar schön. Und wenn der Eine mit seiner Arbeit fertig war, half er den anderen.»


Daher sind diese Arbeiten für mich positiv geprägt, sie lösen in mir ein angenehmes Gefühl aus.

*Die Tenne ist der Raum zwischen dem Haus und der Scheune, welche aneinandergebaut sind.

 

Doch leider habe auch ich mein Aufschieberitis:
Und zwar bei dem Erledigen der Pendenzen am PC.
Diese schiebe ich gekonnt und immer wieder aufs Neue auf die lange Bank.
Viel lieber helfe ich auf Bauernhöfen mit, sei es beim Holz fräsen, Äpfel auflesen, Rinder füttern, Gärtnern, Tomatensugo einkochen und vieles mehr. Dies fällt mir leicht, und mache ich fürs Leben gern. Weshalb dies so ist, wissen Sie ja nun.

 

Vermutlich geht es mir mit den Arbeiten am PC so, wie den Menschen, die sich mit Alltagsarbeiten quälen.

 

Ich habe die Selbständigkeit in der Online-Beratung selber gewählt und mache es ja auch gerne. Und trotzdem ist es für mich so schwierig, dies umzusetzen. Weshalb ist dies so?

 

Prokrastination, auf Deutsch übersetzt «das Aufschieben von Arbeiten» ist ein emotionales Regulationsproblem.
Ich unterteile es hier in 4 Kategorien von Ursachen:

  1.        Zu hohe Erwartung an sich selbst
  2.        Es ist eine unangenehme Arbeit
  3.        Die Arbeit wird nicht belohnt (z. B. Sport)
  4.        Zu hohe Ablenkbarkeit

  

2. Wie Lösungsmöglichkeiten aussehen können

  • Starten Sie Ihr Vorhaben in kleinen Schritten. Meistens ist der Anfang das Problem.
  • Fragen Sie sich:» Was wäre der erste mögliche Schritt? Wie fange ich an»?
  • Gehen Sie in den Persönlichkeitsteil, welcher diese Arbeit bewältigen kann. Sei es die Erwachsene, die Produktive, die Zielstrebige, oder wie der entsprechende Teil heisst.
  • Gehen Sie Schritt für Schritt weiter, machen Sie regelmässig Pausen.
  • Planen Sie feste Zeitrahmen ein, bis wann die Aufgabe erledigt sein soll.
  • Reduzieren Sie die Zeit auf Social Media auf max. 1 Stunde pro Tag.
  • Wenn der Leidensdruck zu gross wird, fragen Sie sich: «Kann ich es nicht? Bin ich überfordert? Weiss ich wo Hilfe holen»?
  • Fokussieren Sie mehr auf die Zukunft, visualisieren Sie Ihr Ziel und den Erfolg.
  • Beobachten Sie sich im Verhalten, Denken und Handeln. Was schliessen Sie daraus? Was können Sie verbessern?
  • Wenn es immer noch nicht klappt: »Was ist so schwierig, dass ich es noch nicht gemacht habe»? Vielleicht entspricht es nicht Ihren wirklichen Werten? Überlegen Sie sich, ob das Vorhaben für Sie das das Richtige ist.

 

 

Wo lag der Grund für meine Aufschieberei?

Zuerst glaubte ich, es fehle der Spass an der Arbeit. Deshalb versuchte ich die Karten-Methode:

Ich erstellte Karteikärtchen mit meinen Pendenzen. Auf den Kärtchen standen Arbeiten, die sich innerhalb eines Tages in 2-3 Stunden erledigen liessen. Von den insgesamt 14 Kärtchen zog ich jeden Tag eins und war gespannt, was wohl darauf stand.
Das war zu Beginn recht witzig und erinnerte mich an früher. Aber schlussendlich war es nicht genügend wirksam, weil es dringende Pendenzen gab, welche Vorrang hatten vor weniger wichtigen Arbeiten. Das Kärtchenprojekt habe ich wieder beendet.

 

Erst später erkannte ich, dass ich zu sehr abgelenkt bin:

Ich lese täglich die Luzerner Zeitung, eine Buch- Zusammenfassung auf Blinklist, ich habe 12 Podcasts abonniert, sowie mehrere Newsletters. Auch surfe ich oft und gerne im Internet, stöbere in Blogs und was mich sonst noch alles interessiert. Einzig auf Social Media bin ich kaum aktiv, weil es mir wenig Freude bereitet.

 

Mein Konsumverhalten ist viel zu hoch, dies hat sich leider so über Wochen und Monate eingeschlichen. Das will ich nun ändern. Das habe ich mir fest vorgenommen.

 

Ich erstellte mir eine Prioritätenliste und trug die täglichen Arbeiten in meiner Agenda ein.
Dies half mir, den Fokus auf das Wesentliche zu richten.
Zuerst produzieren, dann konsumieren, heisst nun mein Mantra.
Es fällt mir nicht leicht, mich daran zu halten, doch es führt kein Weg daran vorbei.

 

3. Eine Aufgabe für Sie persönlich

 

Welche Aufgaben, Projekte, Ziele und Wünsche liegen bei Ihnen brach? Was hindert Sie daran, diese anzugehen und umzusetzen? Kennen Sie die Ursache des Aufschiebens?
Haben Sie den Wunsch, wirklich was zu ändern?
Dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt um anzufangen. Es ist nicht zu spät!


Notieren Sie Ihre Aufgaben anhand der Prioriäten auf.

Beginnen Sie, visualisieren Sie täglich Ihr Ziel und bleiben Sie dran, auch wenn es nur in kleinen Schritten ist.

 

Sie können dazu gerne mein Arbeitsblatt «Mein Ziel erreichen» verwenden.

 

Wenn Sie Ihren Alltag besser bewältigen möchten, so kann Ihnen mein neues E-Book «In 5 Schritten zu einem leichten Alltag» Unterstützung bieten.

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Ich wünsche Ihnen viel Schwung, Ausdauer und Motivation, damit Sie Ihre Ziele erreichen.